Online Casino mit Giropay
Ein Online Casino mit Giropay gibt es in Deutschland 2026 nicht mehr, denn der Bezahldienst wurde zum 31. Dezember 2024 eingestellt. Bei lizenzierten Anbietern übernehmen heute andere Online-Banking-Verfahren wie Klarna (Sofort) und Trustly dieselbe Aufgabe: die sofortige Einzahlung direkt vom eigenen Bankkonto.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erteilt deutschen Erlaubnisinhabern die Zulassung für virtuelle Automatenspiele und prüft, welche Zahlungswege sie führen dürfen. Eine Einzahlung läuft über das eigene Online-Banking, während eine Auszahlung meist per PayPal oder Banküberweisung erfolgt. Bonusangebote für diese beliebtesten Methoden bleiben an das gesetzliche Einzahlungslimit gekoppelt.
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 begrenzt die monatliche Einzahlung anbieterübergreifend auf 1.000 Euro und verlangt vor der ersten Auszahlung eine abgeschlossene Kontoverifizierung. Diese Eckdaten fassen den aktuellen Stand zusammen:
- Giropay: eingestellt zum 31. Dezember 2024, keiner der vier geprüften Erlaubnisinhaber führt die Methode noch.
- Ersatz bei der Einzahlung: Klarna (Sofort) und Trustly bei allen vier geprüften Anbietern, Tink und die Online Überweisung bei jeweils einem.
- Auszahlung: meist per PayPal (1 bis 24 Stunden) oder Banküberweisung (24 Stunden bis 3 Tage).
- Einzahlungslimit (LUGAS): 1.000 Euro pro Kalendermonat, anbieterübergreifend.
- Verifizierung: vor der ersten Auszahlung Pflicht bei jedem geprüften Anbieter.
Giropay im Online Casino: Was mit der Zahlungsmethode passiert ist
Im Online Casino ist mit Giropay 2024 genau das passiert, was viele Ratgeberseiten bis heute verschweigen: die endgültige Einstellung des Dienstes. Giropay entstand 2005 als Gemeinschaftsprojekt von Postbank, Star Finanz, Fiducia IT und GAD; die Betreibergesellschaft giropay GmbH saß in Frankfurt am Main. Der Dienst leitete Kunden im Kassenbereich direkt in die Online-Banking-Maske der eigenen Bank weiter und bestätigte die Zahlung sofort per PIN und TAN.
Die paydirekt GmbH übernahm giropay Ende 2020, ein Jahr später führten beide Anbieter ihre Dienste am 18. Mai 2021 unter dem Namen Giropay zusammen. Zum 31. Dezember 2024 stellte der fusionierte Dienst den Betrieb endgültig ein.
Zwei eigene Prüfungen bestätigen das Ende unabhängig von Presseberichten (Stand: Juli 2026). Die Adresse giropay.de leitet heute mit einer 301-Weiterleitung auf eine Mitteilung der Kartenorganisation girocard weiter, deren eigene Adresse bereits „giropay wurde eingestellt“ lautet. Die frühere Adresse paydirekt.de antwortet dagegen mit dem HTTP-Status 410 „Gone“, was eine dauerhafte Entfernung bedeutet und nicht nur eine vorübergehende Störung.
Die Zahlungsseiten von vier geprüften Erlaubnisinhabern – JackpotPiraten, Löwen Play, DrückGlück und BingBong – führen Giropay in keiner Methodenliste. Einzige Ausnahme ist ein veralteter Erklärsatz bei JackpotPiraten, der Giropay noch neben anderen Bank-Rails im Fließtext nennt, ohne dass die Methode in der eigentlichen Tabelle steht.
Als Nachfolger gilt die Wallet-Lösung Wero der EPI Company SE mit Sitz in Brüssel, seit dem 20. Februar 2024 als Zahlungsinstitut von der Nationalbank Belgiens zugelassen. Wero taucht in keiner der vier geprüften Methodenlisten auf; die Online-Zahlfunktion des Wallets gilt selbst erst als kürzlich gestartet.
Einzahlung per Online-Banking heute: die Bank-Rails, die Giropay ersetzen
Wer heute bei einem lizenzierten Anbieter per Online-Banking einzahlen will, nutzt nicht mehr Giropay, sondern eine von mehreren gleichwertigen Bank-Rails, die die frühere Zahlungsmethode ersetzen. Klarna (Sofort) und Trustly stehen bei allen vier geprüften Erlaubnisinhabern zur Verfügung; Tink führt ausschließlich Löwen Play, die Online Überweisung ausschließlich JackpotPiraten.
- Die Zahlungsmethode im Kassenbereich auswählen, etwa Klarna (Sofort) oder Trustly.
- Sich mit den eigenen Zugangsdaten im Online-Banking der eigenen Bank anmelden.
- Die vorausgefüllte Überweisung per PIN und TAN oder Banking-App bestätigen.
- Die Gutschrift auf dem Spielkonto sofort erhalten, ab 1 Euro bei JackpotPiraten und BingBong oder ab 10 Euro bei Löwen Play.
Sicher ist dieser Weg vor allem deshalb, weil die Freigabe in der Umgebung der eigenen Bank stattfindet: Der Anbieter sieht weder Zugangsdaten noch TAN, sondern erhält nur die Bestätigung der ausgeführten Überweisung. Genau diese Eigenschaft hatte Giropay, und die heutigen Bank-Rails haben sie geerbt – Tink etwa arbeitet dafür unter einer eigenen PSD2-Lizenz.
Auf Anbieterebene fällt für sämtliche Methoden keine Gebühr an: Alle vier geprüften Erlaubnisinhaber weisen Einzahlungen ausdrücklich als kostenfrei aus. Kosten entstehen erst auf Wallet-Ebene, etwa wenn Skrill eine Auszahlung aufs Bankkonto mit 1,75 Prozent, mindestens 3,50 Euro, berechnet. Eine Bank-Rail wie Klarna (Sofort) oder Trustly kennt diese Zwischenstufe nicht, weil das Geld direkt vom Girokonto fließt.
| Methode | Typ | Bei wie vielen der 4 Anbieter | Auszahlung möglich |
|---|---|---|---|
| Klarna (Sofort/DIRECTebanking) | Online Banking | 4 von 4 | bei keinem |
| Trustly | Open Banking | 4 von 4 | bei Löwen Play (24 Std.) |
| PayPal | E-Wallet | 4 von 4 | bei allen vier |
| Banküberweisung (SEPA) | Klassische Banküberweisung | 3 von 4 | bei allen dreien |
| Tink | Open Banking | 1 von 4 (Löwen Play) | bei keinem |
| Online Überweisung | Online Banking | 1 von 4 (JackpotPiraten) | bei JackpotPiraten (1–24 Std.) |
Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Wer 100 Euro vom eigenen Girokonto auf das Spielkonto überweist, rechnet mit diesen Werten:
- Gebühr beim Erlaubnisinhaber: 0 Euro.
- Verbleibendes Monatslimit: 900 von 1.000 Euro.
- Rückweg: nicht über die Einzahlungsschiene, sondern per PayPal (1 bis 24 Stunden) oder per Banküberweisung (24 Stunden bis 3 Tage).
- Voraussetzung: verifiziertes Spielkonto, Zahlung in Euro ohne Währungsumrechnung, Limit im laufenden Monat noch offen.
Auszahlung: welcher Weg tatsächlich funktioniert
Eine Auszahlung funktionierte schon bei Giropay selbst nicht, und auch seine Nachfolger lösen das nur teilweise: Klarna (Sofort) zahlt bei keinem der vier geprüften Anbieter aus, Trustly tatsächlich nur bei Löwen Play. Das Guthaben verlässt das Spielkonto deshalb fast immer über einen anderen Weg als die Einzahlung – meist per PayPal oder Banküberweisung.
| Weg | JackpotPiraten | Löwen Play | BingBong |
|---|---|---|---|
| PayPal | 1–24 Std. | 24 Std. | wenige Stunden |
| Banküberweisung (SEPA) | 1–3 Tage | 24 Std. | 1–3 Tage |
| Trustly | nicht möglich | 24 Std. | nicht möglich |
| Visa / Mastercard | nicht möglich | 24 Std. | nicht möglich |
| Online Überweisung | 1–24 Std. | – | – |
Jeder der vier Anbieter setzt vor der ersten Auszahlung eine abgeschlossene Kontoverifizierung voraus. Das Guthaben geht dabei in der Regel auf denselben Weg zurück, über den es eingezahlt wurde, oder auf ein Konto, das eindeutig demselben Spieler zugeordnet ist. Eine echte Sofortauszahlung existiert auf dem legalen deutschen Markt nicht.
Löwen Play ist der einzige der drei vollständig dokumentierten Anbieter, der neben PayPal und Banküberweisung auch Trustly sowie Visa und Mastercard als Auszahlungsweg akzeptiert. JackpotPiraten und BingBong setzen dagegen ausschließlich auf PayPal, Banküberweisung und – bei JackpotPiraten – die Online Überweisung.
Lizenzierte Anbieter und ihre Zahlungsmethoden
Eine Shortlist lohnt sich nur, wenn ein Anbieter auf der amtlichen Whitelist der GGL steht und tatsächlich eine der genannten Bank-Rails führt. Vier lizenzierte Anbieter erfüllen beide Bedingungen; bei dreien von ihnen sind die Auszahlungswege zusätzlich mit Fristen belegt.
- JackpotPiraten (Merkur-Gruppe, Whitelist): Klarna (Sofort), Trustly und Online Überweisung bei der Einzahlung; Auszahlung per PayPal, Online Überweisung oder Banküberweisung.
- Löwen Play (Erlaubnis seit 15. Dezember 2022): Klarna (Sofort), Trustly und Tink bei der Einzahlung; Auszahlung per PayPal, Trustly, Visa/Mastercard oder Banküberweisung, jeweils binnen 24 Stunden.
- DrückGlück (Erlaubnis seit 29. Dezember 2022): Klarna beziehungsweise DIRECTebanking (Sofort) und Trustly bei der Einzahlung; die Zahlungsseite nennt keine festen Auszahlungsfristen.
- BingBong (Whitelist-Anbieter): Klarna (Sofort), Trustly und Banküberweisung bei der Einzahlung; Auszahlung per PayPal oder Banküberweisung.
Für die Auswahl zählen mehrere Kriterien, bevor eine Einzahlung sinnvoll ist:
- Der Anbieter steht auf der amtlichen Whitelist der GGL.
- Mindestens eine Bank-Rail aus der Tabelle ist tatsächlich gelistet.
- Ein belegter Auszahlungsweg existiert, denn die Bank-Rail selbst zahlt in der Regel nicht aus.
- Der Mindestbetrag passt zum eigenen Budget: 1 Euro genügt bei JackpotPiraten und BingBong, Löwen Play verlangt 10 Euro.
- Die Whitelist wird unmittelbar vor der ersten Einzahlung erneut geprüft.
Ein Online Casino mit Giropay ohne Limit existiert unter den geprüften Erlaubnisinhabern nicht: Das Einzahlungslimit gilt anbieterübergreifend und unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode.
Spielangebot bei den geprüften Erlaubnisinhabern
Deutsche Erlaubnisinhaber wie JackpotPiraten, Löwen Play, DrückGlück und BingBong bieten ausschließlich virtuelle Automatenspiele und Online-Poker an. Die GGL erteilt nach § 22c des Glücksspielstaatsvertrags 2021 keine Erlaubnis für Online-Casinospiele mit Live-Dealer oder Tischspielen; ein Live-Casino im eigentlichen Sinn gibt es bei diesen Anbietern deshalb nicht.
Provider wie NetEnt, Pragmatic Play, Play’n GO, Merkur und Novomatic liefern den Großteil der Automatenspiele in den geprüften Online-Spielotheken. Progressive Jackpots sind bei deutschen Erlaubnisinhabern ebenfalls nicht verfügbar, weil die Erlaubnis sie strukturell ausschließt.
Bonus bei Einzahlungen
Ob eine Einzahlung überhaupt bonusfähig ist, entscheidet zuerst der Mindestbetrag des jeweiligen Anbieters: JackpotPiraten und BingBong buchen bereits ab 1 Euro, Löwen Play verlangt 10 Euro, für paysafecard dort sogar 20 Euro. Feste Bonusbeträge oder Umsatzfaktoren führen die Zahlungsseiten der vier Erlaubnisinhaber nicht auf; verbindlich sind allein die Bonusbedingungen des jeweiligen Anbieters.
E-Wallets sind in der Branche häufiger von Willkommensaktionen ausgeschlossen als Online Banking wie Klarna (Sofort) oder Trustly. Jede Bonuslogik bleibt zudem an das gesetzliche Einzahlungslimit gebunden: 1.000 Euro pro Kalendermonat begrenzen faktisch auch den größtmöglichen Einzahlungsbonus.
Wer einen Bonus prüfen will, vergleicht deshalb zuerst die Mindesteinzahlung des Anbieters und erst danach die Bank-Rail, mit der diese Summe eingezahlt wird.
Rechtlicher Rahmen und Lizenzierung
Der rechtliche Rahmen macht die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder zur zentralen Instanz: Sie erteilt Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker und prüft außerdem, welche Zahlungsmethoden ein Anbieter führen darf. Deutsches Recht spricht bei diesen Anbietern von einer Erlaubnis, nicht von einer Lizenz, und veröffentlicht Erlaubnisnummer und GGL-Registrierung im Footer der jeweiligen Seite.
Der Höchsteinsatz je Spin ist seit dem 1. Juli 2026 gestaffelt und bis zum 31. Dezember 2027 befristet (Stand: Juli 2026):
- 1 Euro als Basiswert für alle Spieler.
- bis zu 3 Euro ab einem Alter von 21 Jahren.
- bis zu 5 Euro ab 21 Jahren nach 90 Tagen unauffälligem Spielverhalten.
Das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Kalendermonat gilt davon unabhängig weiterhin anbieterübergreifend; eine Erhöhung wird erst nach 7 Tagen wirksam.
Die Sperrdatei OASIS erfasst anbieterübergreifende Selbstsperren und wird beim Regierungspräsidium Darmstadt geführt; sie regelt Sperren, nicht Einzahlungslimits, denn dafür ist die LUGAS zuständig. Bei Anzeichen für problematisches Spielverhalten berät BIÖG „Check dein Spiel“ kostenlos und anonym unter 0800 137 27 00.
Fazit
Das Fazit für 2026 fällt eindeutig aus: Ob eine Einzahlung im Online Casino gelingt, entscheidet die gewählte Zahlungsweg, nicht mehr Giropay. Der frühere Dienst existiert schlicht nicht mehr, und die Auswahl verschiebt sich damit auf seinen Ersatz.
- Der gewählte Anbieter gehört zur amtlichen Whitelist der GGL.
- Er führt Klarna (Sofort), Trustly, Tink oder Online Überweisung tatsächlich auf der Zahlungsseite.
- Ein belegter Auszahlungsweg über PayPal oder Banküberweisung ist nachgewiesen.
- Der Mindestbetrag – 1 bis 10 Euro je nach Anbieter – passt zum eigenen Budget.
Wer diese vier Punkte vor der ersten Einzahlung prüft, kann bei einem der vier geprüften Anbieter ohne Umweg über den eingestellten Dienst einzahlen. Eine kleine Testeinzahlung innerhalb des monatlichen Limits zeigt schnell, ob die gewählte Online-Banking zuverlässig funktioniert.
Häufig gestellte Fragen zu Online Casino mit Giropay
Nein, eine Einzahlung per Giropay ist 2026 nicht mehr möglich: Der Dienst wurde zum 31. Dezember 2024 eingestellt und steht bei keinem der vier geprüften Erlaubnisinhaber mehr auf der Zahlungsseite. Stattdessen führen JackpotPiraten, Löwen Play, DrückGlück und BingBong andere Bank-Rails, etwa Klarna (Sofort) oder Trustly.
Bei allen vier geprüften Anbietern übernehmen Trustly und Klarna (Sofort) diese Aufgabe, einzelne Häuser führen zusätzlich Tink oder die Online Überweisung. Wero gilt als Nachfolger von Giropay, wird aber bei keinem der geprüften Erlaubnisinhaber angeboten.
Nein, alle vier geprüften Erlaubnisinhaber weisen Einzahlungen per Klarna (Sofort), Trustly, Tink oder Online Überweisung als kostenfrei aus. Kosten fallen erst an, sobald ein Wallet wie Skrill die Auszahlung aufs eigene Bankkonto mit einer Gebühr von 1,75 Prozent, mindestens 3,50 Euro, belegt.
Das Guthaben verlässt das Spielkonto in der Regel über PayPal, das bei den drei Anbietern mit dokumentierten Fristen zwischen 1 und 24 Stunden dauert, oder per Banküberweisung, die 24 Stunden bis 3 Tage beansprucht. Bei Löwen Play stehen zusätzlich Trustly sowie Visa und Mastercard als Auszahlungsweg zur Verfügung, ebenfalls innerhalb von 24 Stunden. Voraussetzung ist in jedem Fall eine abgeschlossene Kontoverifizierung vor der ersten Auszahlung.
Nein, ein Einzahlungslimit gilt bei jedem lizenzierten Anbieter unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode. Die LUGAS begrenzt die Einzahlung anbieterübergreifend auf 1.000 Euro pro Kalendermonat, und eine Erhöhung wird erst nach 7 Tagen wirksam.
Ja, im mobilen Browser läuft der Kassenbereich genauso wie am Desktop, denn keine der vier geprüften Zahlungsseiten führt getrennte Methoden für Smartphones. Als eigenständige mobile Zahlungswege kommen nur Apple Pay bei drei der vier Anbieter und Google Pay bei einem hinzu – beide allerdings ausschließlich für die Einzahlung, nicht für die Auszahlung.