Online Casino mit WebMoney in Deutschland
Ein Online-Casino mit WebMoney ist ein Anbieter, der die aus Russland stammende E-Wallet WebMoney für Einzahlungen und Auszahlungen akzeptiert. Für Spieler in Deutschland bleibt die Suche danach ergebnislos: Kein Anbieter mit GGL-Erlaubnis listet WebMoney als Zahlungsmethode, weder im Casino noch bei Sportwetten.
Der Grund liegt an zwei unabhängigen Hürden – dem deutschen Lizenzrahmen und WebMoney selbst, das seine Euro-Konten zum 1. Januar 2021 eingestellt hat. Wer bei einem lizenzierten Anbieter mit E-Wallet zahlen will, greift stattdessen zu PayPal oder Skrill; wer eine WebMoney-Plattform findet, verlässt die deutsche Aufsicht.
WebMoney im Online-Casino auf einen Blick:
- Verfügbarkeit bei GGL-lizenzierten Anbietern: keine
- Eigene Servicegebühr laut WebMoney: 0,8 % des Betrags, maximal 50 €
- Euro-Konten für europäische Nutzer: seit 1. Januar 2021 eingestellt
- Geprüfte Alternative mit vollständiger Ein- und Auszahlung: PayPal
WebMoney im Online-Casino: Zwei Hürden statt einer Lösung
WebMoney, offiziell WebMoney Transfer, ist ein 1998 in Moskau gegründetes Bezahlsystem. Guthaben liegt in einer Purse, je Währungscode getrennt, etwa WMZ für US-Dollar oder WME für Euro. Für Transaktionen dient der Client WebMoney Keeper in einer Desktop- und einer mobilen Version.
Die GGL erteilt Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker sowie Sport- und Pferdewetten, führt aber kein eigenes Register zulässiger Zahlungsmethoden. Maßgeblich ist die Liste der Betreiber, und dort taucht WebMoney bei keinem geprüften Lizenznehmer auf. Im Angebot stehen PayPal, Banküberweisung, Klarna, Trustly, paysafecard, Skrill und Neteller.
Die zweite Hürde liegt bei WebMoney selbst: Zum 1. Januar 2021 beendete WebMoney Europe Ltd infolge des Brexits alle Verträge mit Euro-Wallet-Inhabern. Am 11. Februar 2022 entzog die russische Zentralbank zusätzlich der Abwicklungsbank der Rubel-Wallets die Lizenz und fror die Mittel ein.
Beide Einschränkungen wirken unabhängig voneinander. Wer trotzdem eine Plattform mit WebMoney findet, zahlt bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ein, ohne Anbindung an OASIS oder das Länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem (LUGAS).
Was die Wahl des Anbieters wirklich entscheidet
Für die Auswahl zählt deshalb nicht die Zahlungsmethode, sondern die amtliche Whitelist der GGL. Nur ein dort gelisteter Anbieter unterliegt der deutschen Aufsicht, der Sperrdatei OASIS und dem monatlichen Einzahlungslimit von 1.000 Euro. JackpotPiraten und BingBong erscheinen auf dieser Liste, mit PayPal, Banküberweisung oder Klarna, aber ohne WebMoney.
Ranglisten vermeintlicher WebMoney-Casinos beziehen sich ausnahmslos auf Plattformen mit Lizenz aus Curaçao oder Anjouan. Diese Angebote kennen weder einen Panikknopf für die Spielunterbrechung noch eine Anbindung an eine Selbstsperre, unabhängig davon, wie seriös die Werbung wirkt. Der Blick in die amtliche Whitelist bleibt deshalb aussagekräftiger als jede beworbene Zahlungsmethode.
Spielangebot bei lizenzierten Online-Casinos
Das Spielangebot bei einem GGL-lizenzierten Anbieter beschränkt sich auf virtuelle Automatenspiele. Studios wie Merkur, Greentube, Pragmatic Play, Play’n GO und Wazdan beliefern diese Plattformen mit Slots.
- Live-Casino und Tischspiele wie Roulette oder Black Jack sind nach § 22a Abs. 2 GlüStV untersagt.
- Progressive Jackpots sind nach § 22a Abs. 8 GlüStV ausgeschlossen.
Wer diese Spielformen sucht, findet sie eher bei Offshore-Plattformen, dort allerdings ohne deutsche Aufsicht und ohne die genannten Schutzmechanismen.
Boni und die Rolle der Einzahlungsmethode
Boni sind bei WebMoney ohnehin kein Thema, da die Methode bei lizenzierten Anbietern nicht zur Wahl steht. Branchenüblich liegen Umsatzbedingungen bei Willkommensboni zwischen dem 20-Fachen und dem 50-Fachen des Bonusbetrags, häufig um das 35-Fache.
E-Wallet-Einzahlungen wie PayPal oder Skrill schließen viele Anbieter ausdrücklich vom Bonus aus, um Missbrauch über schnell rückbuchbare Zahlungswege zu vermeiden. Wer einen Bonus nutzen will, prüft die Methode deshalb vorher in den Bedingungen.
Lizenzierung und Sicherheit
Der deutsche Rechtsrahmen verlangt eine abgeschlossene Identitätsprüfung vor der ersten Transaktion. Diese KYC-Pflicht ergibt sich aus § 4 Abs. 3 GlüStV in Verbindung mit der Registrierung im Länderübergreifenden Glücksspielaufsichtssystem und gilt für Ein- wie Auszahlung.
Ein anonymitätsnahes System wie WebMoney passt strukturell nicht in diesen Rahmen: Die vorgeschriebene Identitätsprüfung hebt genau die Eigenschaft auf, die eine solche E-Wallet ursprünglich attraktiv machte. Transaktionsdaten überträgt ein lizenzierter Anbieter dabei verschlüsselt per SSL/TLS.
Der vollständige rechtliche Rahmen für Online-Glücksspiel in Deutschland ist Thema einer eigenen Übersicht.
Check dein Spiel des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit berät kostenlos und anonym unter 0800 137 27 00, ergänzend zur bundesweiten Sperrdatei OASIS beim Regierungspräsidium Darmstadt.
Alternative Zahlungsmethoden, wenn WebMoney fehlt
Wer WebMoney gewohnt ist, findet bei GGL-lizenzierten Anbietern mehrere Methoden mit vollständiger Ein- und Auszahlung. Die Tabelle vergleicht Gebühr und Bearbeitungszeit mit der eigenen Servicegebühr von WebMoney.
| Methode | Einzahlung | Auszahlung | Gebühr | Bearbeitungszeit (Ein/Auszahlung) |
|---|---|---|---|---|
| PayPal | ja | ja | 0 € | sofort / 1–24 Std. |
| Banküberweisung (SEPA) | ja | ja | 0 € | 1–3 Tage |
| paysafecard | ja | ja (my paysafecard) | – | sofort |
| Skrill / Neteller | ja | ja | variabel | sofort |
| Klarna / Trustly | ja | nein | 0 € | sofort (nur Einzahlung) |
PayPal deckt als einzige Methode dieser Übersicht beide Richtungen gebührenfrei ab. Das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat gilt für jede Methode gleich, denn es ist eine Vorgabe des Länderübergreifenden Glücksspielaufsichtssystems, kein Merkmal einzelner Zahlungswege.
Viele Anbieter verlangen zudem dieselbe Methode für Ein- und Auszahlung – eine übliche Praxis der Geldwäscheprävention.
Fazit: Worauf es bei der Zahlungswahl ankommt
Wer nach einem Online-Casino mit WebMoney sucht, stößt in Deutschland auf zwei unabhängige Grenzen: Die Methode fehlt bei jedem GGL-lizenzierten Anbieter, und ein für Auszahlungen taugliches Euro-Konto ist seit 2021 kaum noch einzurichten.
Die belastbare Alternative bleibt PayPal – gebührenfrei, mit Auszahlung innerhalb von 1 bis 24 Stunden. Der Blick in die amtliche Whitelist der GGL entscheidet zuverlässiger über die Seriosität eines Anbieters als jede beworbene Zahlungsmethode.
Häufig gestellte Fragen zum Bezahlen im Online-Casino
Nein. Kein Anbieter mit GGL-Erlaubnis listet WebMoney als Zahlungsmethode. Wer eine Plattform mit WebMoney findet, zahlt bei einem Anbieter mit Lizenz aus Curaçao oder Anjouan ein, ohne OASIS und ohne das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro.
WebMoney berechnet nach eigenen Angaben 0,8 Prozent des Betrags, maximal 50 Euro. Bei GGL-lizenzierten Anbietern entfällt diese Frage ohnehin, da dort überwiegend gebührenfreie Methoden wie PayPal oder paysafecard zur Verfügung stehen.
Ein Verbot der Zahlungsmethode selbst gibt es nicht, doch kein lizenzierter Anbieter führt sie. Wer über eine Offshore-Plattform mit WebMoney spielt, verliert den Schutz durch OASIS und das Länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem.
Für WebMoney gibt es bei deutschen Anbietern keine solchen Beträge, da die Methode dort fehlt. Unabhängig von der Methode begrenzt das Länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem die Einzahlung auf 1.000 Euro pro Kalendermonat.
Bei GGL-lizenzierten Wettanbietern gilt dieselbe Einschränkung wie im Casino: WebMoney taucht in keiner geprüften Zahlungsmethodenliste auf. Auch hier bleiben nur Angebote außerhalb der deutschen Erlaubnis übrig.
Bei einem GGL-lizenzierten Anbieter genügt der Wechsel zu PayPal, Banküberweisung oder paysafecard. Für die Auszahlung deckt PayPal beide Richtungen innerhalb von 1 bis 24 Stunden und gebührenfrei ab.